Tradition hat Geschichte
Die Goldhaubengruppe Waldneukirchen hat eine lange und stolze Geschichte. In den Anfängen waren die Goldhauben noch eine lose Verbindung, die mit ihrem prachtvollen Kopfschmuck an kirchlichen und gemeinschaftlichen Feierlichkeiten teilnahmen. Ein gut erhaltenes Foto aus dem Jahr 1923 zeigt 35 Frauen mit ihren Goldhauben. Die Goldhaubengruppe, wie man sie heute kennt, entsprang ursprünglich den Ortsbäuerinnen und fand sich erst in den 1980ern zu einer festen Gruppe mit Obfrau zusammen.

Erstes Gruppenfoto der Goldhauben Waldneukirchen am 12. Juni 1923
1923: Frauenorganisation
Am 12. Juni 1923 entstand das erste Bild von Waldneukirchner Frauen, die sich mit der Goldhaube schmückten. Zu dieser Zeit waren es die Bäuerinnen, die die Hauben trugen. Die Goldhaube war Teil des Sonntagsstaats für besondere kirchliche Anlässe. Die Gemeinschaft der Frauen stützte sich jedoch nicht auf die Goldhaube, sondern formte sich aus den Ortsbäuerinnen.
Rund um den 2. Weltkrieg:
In dieser Zeit war das Land von Armut geprägt, was das aktive, intensive Pflegen von Traditionen in den Hintergrund treten ließ.
1947: Glockenweihe
Die Gemeinde Waldneukirchen feierte die Weihe der neuen Kirchenglocken, da ihre Vorgänger im 2. Weltkrieg abgeliefert werden mussten.



1976 – 1979: Die Tradition der Goldhaube lebt wieder auf
Durch zwei Kurse, davon einer im Winter 1976/77 mit zehn Kursteilnehmerinnen, der zweite 1978/79, entstanden zwölf Goldhauben und fünf Mädchenhäubchen sowie sämtliche selbstgebastelte Biedermeiersträußerl. Ortsbäuerin Hermine Diwald wurde von der Bezirksbäuerin angeregt, diese Stickkurse zu organisieren. 1981 wurde ein dritter Stickkurs von der Obfrau Inge Göschl organisiert, wo 6 Goldhauben und 15 Häubchen entstanden. 1988 folgte ein weiterer Kurs mit 1 Goldhaube, 5 Perlhauben und 2 Häubchen. Sämtliche Kurse fanden unter der Leitung von Frau Konsulentin Therese Gintersdorfer statt. Jede zweite Woche wurde ein Kurs abgehalten, welcher circa drei Stunden dauerte. Dabei wechselten sich die Frauen ab mit der Bewirtung von Kaffee und Kuchen.
Dadurch kam das gesellige Miteinander nicht zu kurz und es entstand eine gute Freundschaft zwischen der Goldhaubengruppe und Frau Gintersdorfer. Auch mit den Gruppen der Nachbarsorte pflegte sie eine gute Beziehung und so wurden alle Obfrauen zu ihrem achtzigsten Geburtstag eingeladen.

Namen v.l.n.r.: Waldneukirchen: Inge Göschl, Aschach: Theresia Sonnleitner,
Rohr: Magarete Königsgruber, Sierning: (Ridi) Maria Edtbauer, Konsulent: Therese Gintersdorfer, Rohr: Monika Edtbauer, Bad Hall: Christl Eggndofer, Schiedlberg: Greti Mursch
Namen v.l.n.r: Schiedlberg: Fritzi Mayr, Theresia Sonnleitner, Magarete Königsgruber, Monika Edtbauer, Konsulent: Therese Gintersdorfer, Monika Edtbauer, Christl Eggndorfer, Greti Mursch 1979: Erster Auftritt
Anlässlich der ersten Goldhaubenausstellung am 26. und 27. Mai 1979 wurde Hermine Diwald großer Dank für ihr Engagement zum Aufbau der Gruppe ausgesprochen.

Mann links: Bgm. Florian Mandorfer, Frau mittig mit rosa Schürze: Hermine Diwald, Frau mit Geschenk: Maria Preinesberger 

Der erste Auftritt mit der Goldhaube war am 8. September 1979 anlässlich des Besuchs von LH Dr. Josef Ratzenböck und seiner Gattin Anneliese in Waldneukirchen.

Grafinger Anni, Inge Göschl, Poldi Dietachmayr, LH Josef Ratzenböck 
V.l.n.r.: Inge Göschl, Hermine Diwald, LH Josef Ratzenböck 28. September 1979: Amtübergabe
Nach dem Erntedankfest übergibt die Obfrau Hermine Diwald ihr Amt an Inge Göschl, welche ihre Tätigkeit als Obfrau bis 2018 führte.
Jänner 1980: Zusammenschluss zur Goldhaubengemeinschaft
1980 schloss sich die Goldhaubengruppe Waldneukirchen dem Dachverband der Volkskultur des Landes OÖ zur Goldhaubengemeinschaft an. Am 26. Jänner 1980 wurde Frau Ingrid Kleindl aus Weyer als Bezirksobfrau des Bezirks Steyr-Land gewählt. Ihr Amt führte sie bis ins Jahr 2000. Stellvertreterin war Theresia Sonnleitner aus Aschach und Christine Eggendorfer aus Bad Hall.

5. Mai 1980: Kurs fürs Kopftuchbinden
Ende des 19. Jahrhunderts erfreute sich das Kopftuch neben der Goldhaube großer Beliebtheit. Das nach dem bäuerlichen Brauchtum schwarze Tuch wurde von den Damen je nach Region verschieden gebunden. Einen Kurs zu den Bindetechniken gab es in Waldneukirchen im Mai 1980.

17. Dezember 1982: Kirchenbrand
Nach dem Schock des Kirchenbrands am Freitag, 17. Dezember, organisierte man sich in Waldneukirchen unverzüglich zur Restaurierung. Neben der tatkräftigen Unterstützung durch die Feuerwehr zögerten auch die Mitglieder der Goldhaubengruppe nicht lange und halfen am Tag nach dem Brand bereits beim Kirchenputz. Somit konnte am Sonntag bereits wieder die wöchentliche Messe abgehalten werden.


Um größere Renovierungen zu finanzieren, veranstaltete die Goldhaubengruppe gemeinsam mit den Bäuerinnen und der Katholischen Frauenbewegung einen Dorfabend sowie einen Weihnachtsmarkt. Beim Unterhaltungsprogramm ließ man sich einiges einfallen: Hermine Schedelberger dichtete Landlerg’stanzl rund um das Dorfleben, die von den Hirterbuam getanzt und musikalisch vorgetragen wurden. Bei einer Modenschau wurden selbstgenähte Trachten präsentiert.
Damit konnten 105.000 Schilling für die Renovierung der Pfarre beigesteuert werden.

Mundartdichterin Veronika Wasserbauer 

1985
Die Goldhaubengruppe wuchs auf 64 Mitglieder: 29 Goldhauben, 3 Perlhauben und 32 Häubchen.

1987: Renovierung des Kreuzweges
Die Bilder aus dem Jahr 1868, die den Leidensweg Christi darstellen, waren schon sehr verblasst und unansehnlich. Dank des Arrangements und der finanziellen Unterstützung der Goldhaubengruppe erstrahlten sie wieder in vollem Glanz.

Durch zahlreiche Aktivitäten wie ein zweitägiges Kirchweihfest zu Peter und Paul sowie einer Tanzveranstaltung am Vorabend konnte das nötige Geld eingenommen werden. Bei der Tanzveranstaltung wurde als Damenspende ein selbstgebackenes Vollkornweckerl für die Männer ein Stamperl Schnaps ausgegeben. Schöne selbstgebastelte Preise gab es bei der Tombola. Zum Frühshoppen spielte die Musikkapelle Waldneukirchen und lustige Mundartgedichte von Hermine Schedelberger sorgten für gute Stimmung. Der Höhepunkt war der Waldneukirchner Fünfgesang, der zum Gaudium des Publikums über Ausrutscher und Schandtaten einiger Waldneukirchner in G’stanzlform berichtete. Insgesamt konnten 98.000 Schilling für die Renovierung eingenommen werden.

Frühschoppen, rechts die Salatbar 
Tanzabend mit den Melodias 
Tombola 
1990: Renovierung der 100 Jahre alten Stummerkapelle
Ein großes Vorhaben der Gruppe war es, die Finanzierung der Renovierung für die 100 Jahre alte Stummerkapelle zu übernehmen. Am 23. September fand die Einweihung statt. Anschließend spielte die Musikkapelle auf und die Goldhauben luden zu Kaffee und Kuchen ein. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 65.000 Schilling. Vom Land erhielt man einen Zuschuss von 12.000 Schilling.

Die Goldhaubendamen boten Kaffee und Kuchen. 
Sehr viele Waldneukirchner fanden sich zu dieser Feierstunde ein. 

Die Einweihung erfolgte durch Kommerzialrat Josef Kammerer. 1990: Jubiläum in Bad Hall
Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Goldhaubengruppe Bad Hall wurden die Obfrauen aus den Nachbargemeinden eingeladen.

Namen v.l.n.r.: Adlwang: Peperl Gurtner, Bad Hall: Christl Eggendorfer, Rohr: Greti Königsgruber, Schiedlberg: Fritzi Mayr, Waldneukirchen: Inge Göschl 1980 und Jänner 1991: Perlbeutel Stickkurs
Beim Kurs im Jahr 1991 nahmen 14 Frauen teil, geleitet von Frau Zeilinger aus Schwanenstadt.



1998/99: Waldneukirchner Festtracht
Auf Anregung von Anneliese Ratzenböck beschloss man auch in Waldneukirchen eine eigene Tracht zu kreieren. Entworfen wurde eine Festtracht in Tannengrün und Schwarz, welche damit die Farben des Waldneukirchner Wappens widerspiegelt. Ebenso wurde eine Alltagstracht entwickelt, die jedoch von den Experten des Heimatwerks abgelehnt wurde. Die Festtracht ist in der Mappe der OÖ Trachten zu finden und kann von jedem genäht werden.
Im Zuge eines Kurses vom 27. Jänner – 4. März 1999 wurden unter der Leitung von Hermine Mairunteregg 13 Trachten genäht. Am 17. April wurden diese offiziell im Gasthaus Pachinger präsentiert.


23. Oktober 2000: Neue Goldhauben-Obfrau im Bezirk Steyr-Land
Auf Vorschlag von Landesobfrau Anneliese Ratzenböck wurde die Schiedelberger Bäuerin Friederike Mayr zur neuen Bezirksobfrau gewählt. Ihre Stellvertreterin ist die Waldneukirchner Bäuerin Inge Göschl. Unter der Vorgängerin Ingrid Kleindl wurden 24 Goldhaubengruppen mit insgesamt 976 Mitgliedern im Bezirk gegründet (Stand 2000).

v.l.n.r.: Aschach: Resi Sonnleitner, neue Landesobfrau: Martina Pühringer, Landesobfrau: Annelise Ratzenböck, Inge Göschl, Bezirksobfrau Steyr-Land: Ingrid Kleindl, Schiedlberg: Fritzi Mayr 19. Juni 2005: 25 Jahre Bezirksgemeinschaft der Gold- und Perlenhauben, Kopftuch und Hutgruppen Steyr-Land
Am Sonntag, 19. Juni, luden die Mitglieder der Bezirksgemeinschaft herzlich zur Mitfeier des 25-jährigen Bestandsjubiläums in Bad Hall im Rahmen der Landesgartenschau ein. Das wunderschöne Ambiente im Kurpark war der Grund, warum man sich für Bad Hall als Veranstaltungsort der Feier entschied. Der Tag startete um 9:15 Uhr mit einem großen Festumzug mit Goldhaubentreffen vom Kirchenplatz zum Kurpark. Um 10 Uhr folgte der ökumenische Gottesdienst mit Kräuterweihe. Der Ehrenschutz und die Festansprache erfolgten durch Labg. Martina Pühringer (Landesobfrau). Von 9:00 – 18:00 konnte man im Gästezentrum die Ausstellung „Rund um die Tracht“ besuchen.
Als Zeichen der Wertschätzung für den Veranstaltungsort Bad Hall organisierte die Goldhaubengruppe Waldneukirchen eine Besonderheit. Sie gaben bei Helga Kronawittleithner ein Gemälde in Auftrag, welches zum Ort passen soll. Die Künstlerin malte folglich eine Goldhaube mit der Tassiloquelle im Hintergrund. Dieses Bild wurde als Titelbild für die Einladung verwendet und ist im Forum Hall archiviert.

2009: Neue Krippe für die Kirche
Erste Aufzeichnungen des „neuen Krippls“ stammen aus 1778, danach wurde (geschätzt nach dem Alter der geschnitzten Figuren) um 1900 eine weitere Krippe gefertigt. Nun gibt es eine neue Krippe samt einiger neuer Figuren mit Szenenaufbau. 6 verschiedene Szenen können im Verlauf des Krippenkalenders dargestellt werden.
Die Initiative ging von den Blumenbinderinnen der Kirche aus, die in der Goldhaubengruppe tatkräftige Unterstützung fanden. Mit dem geprüften Krippenbaumeister Erwin Großbichler aus Trattenbach begannen die Waldneukirchner ihre Krippe zu bauen. Vom Typ her ist es eine orientalische Krippe mit sechs verschiedenen Szenen. Einmalig ist, dass die Stadt Bethlehem nach Originalbildern aus der Zeit um 1900 gebaut wurde.

Die Gesamtkosten der Krippe beliefen sich auf rund 5.000 Euro, von denen die Mütterrunde ein Fünftel finanzierte und der Res durch die vielen Mehlspeisenverkäufe der Goldhaubengruppe abgedeckt wurde. Zudem konnten sich die Waldneukirchner Patenschaften zu den einzelnen Figuren kaufen.
Nach 300 Arbeitsstunden wurde die Krippe am 4. Adventsonntag, dem 20. Dezember 2009, beim Gottesdienst gesegnet.

2009: Jubiläumsfeier
Inge Göschl ist seit 30 Jahren Goldhaubenobfrau in Waldneukirchen.

2011: Fotobuch „Festkleider zur Goldhaube – Tradition und Ästhetik“
In diesem Fotobuch sind die verschiedensten Festtrachten festgehalten, die in Steyr-Land zur Goldhaube getragen werden. Entstanden ist das Buch unter der Bezirksobfrau Konsulentin Friederike Mayr aus Schiedlberg mit Vorworten der ehem. Bezirkshauptfrau Mag. Cornelia Altreiter-Windsteiger und Martina Pühringer.



Die Namen der Obfrauen von oben links nach rechts unten:

Stefanie Hagauer, Großraming; Veronika Niederhofer, Losenstein; Sabine Leyerer, Kleinraming
Elfriede Mayer, Garsten; Martha Frühstück, Wolfern; Augustine Lindenmayr, Adlwang; Margarethe Ecklbauer, Schiedlberg
Martina Stehrer, Bad Hall; Marianne Reisenzahn, Reichraming; Bezirksobfrau Kons. Frederike Mayr, Schiedlberg; Maria Bibermayr, Pfarrkirchen
Paula Huber, Laussa; Anna Gelbenegger, Maria Neustift; Rosa Hiesmayr, Sierning
Karoline Stegmüller, Dietach; Theresia Atwenger, Ternberg; Edeltraud Söllradl, Rohr; Herta Mayr, Neuzeug
Inge Reichmayr, Weyer; Bez. Obfr. Stellvertreterin Inge Göschl, Waldneukirchen; Johanna Pichler, Gaflenz
Rosa Großbichler, Aschach; Theresia Nowak, Gleink29. Juni 2014: Fahnenweihe
Nach langen Jahren des Dienstes wurde die Kirchenfahne neu angefertigt. Der Wollbrokat war durch den Kirchenbrand 1982 verrußt, der darauf abgebildete Engel – zu sehen auf dem ersten Bild – war ausgebleicht. Dank des Engagements der Goldhaubengruppe wurde eine neue Fahne gefertigt. Den cremefarbenen Damast schmücken Garnfransen als Einfassung, eine Goldborte zum Einsetzen des Bildes und drei Quasten. Seit der Weihe wird die Fahne von den Fahnenträgern Christian Schaupp, Franz Peter Göschl, Peter Angerbauer und Hannes Petz abwechselnd getragen.

Das alte Fahnenbild 
Die neue Fahne 

Am Tag der Weihe 
Die beiden Fahenträger Franz-Peter Göschl (links) und Christian Schaupp (rechts mit Fahne) 26. April 2015: Patenschaft für eine neue Musiktracht
Nach 21 Jahren präsentierte die Musikkapelle Waldneukirchen beim Frühjahrskonzert ihre neue Tracht. Ermöglicht wurde die Anschaffung durch zahlreiche großzügige Spenden aus der Bevölkerung und den Vereinen. Auch die Goldhauben Waldneukirchen leisteten einen wertvollen Beitrag: Sie spendeten eine komplette Musiktracht für den Obmann des Musikvereins Waldneukirchen, Bernhard Angerbauer, und übernahmen dafür die Patenschaft. Als besondere Überraschung wurde ihm zudem ein traditionelles Godnkipferl überreicht.

Die Damen der Goldhaubengruppe mit dem Godnkipferl 
Links im Bild: Obmann Bernhard Angerbauer mit dem Godnkipferl 15. August 2018: Amtübergabe
Am 15. August, dem Tag der Tracht, übergab Inge Göschl nach 39 Jahren Tätigkeit ihr Amt als Obfrau ihrer Nachfolgerin Gabriele Klinglmayr.

Links: Inge Göschl, rechts: Gabriele Klinglmayr 
V.l.n.r.: Veronika Niederhofer, Pfarrer Alois Hofmann, Marina Stehrer, Gabriele Klinglmayr, Bgm. Karl Schneckenleitner, Inge Göschl 3. Dezember 2023: 100 Jahre Goldhauben
Die Goldhaubengruppe Waldneukirchen feierte 2023 im Forum Waldneukirchen ihr 100-jähriges Bestehen. Dank unserer Ortshistorikerin Hermine Ganglbauer (links am ersten Foto) gerieten die Geschichten der Goldhaubengruppe in den letzten 100 Jahren nicht in Vergessenheit.

Hermine Ganglbauer, Inge Göschl, Gabriele Klinglmayr 
V.l.n.r.: Pfarrer Alois Hofmann, Inge Göschl, Martina Stehrer 
4. Juni 2025: Veröffentlichung der ersten eigenen Homepage
Im Zeitalter der Digitalisierung gehen auch die Frauen der Goldhaubengemeinschaft Waldneukirchen mit der Zeit! Im Dezember 2024 startete Eva Kaplan das Website-Projekt. Im Laufe der Wintermonate baute sie die Seite auf und digitalisierte die bis dato auf Papier geführte Goldhaubenchronik. Inge Göschl unterstützte, die Goldhauben- und Ortshistorie aufzubereiten. Ihr war es wichtig, Tradition weiterzugeben und Werte zu bewahren. Unsere Aktivitäten im Jahreskreis, die im Laufe ihrer Amtszeit wieder ins Leben gerufen wurden, sind nicht nur Veranstaltungen – sie sind Ausdruck gelebter Kultur und Verbundenheit mit unserer Heimat. Indem wir Feste feiern, Bräuche aufrecht erhalten und Gemeinschaft fördern, leben diese Werte weiter – auf der Goldhaubenwebsite nun auch in digitaler Form.
Anlässlich des Geburtstags unserer Obfrau Gabi ging die Homepage am 4. Juni nach 6 Monaten Arbeit online. Mit dieser Homepage soll nicht nur die Historie der Gruppe digital festgehalten und für jeden zugänglich gemacht werden. Sie soll darüber hinaus eine Plattform bieten, auf der kommende Events angekündigt und vergangene Veranstaltungen dokumentiert werden. Zudem soll sie das Miteinander unter den landesweiten Goldhaubengruppen stärken und den Bewohnerinnen und Bewohnern von Waldneukirchen und Umgebung Einblicke in das Vereinsgeschehen gewähren.
In unserer schnelllebigen Gesellschaft, die sich stetig in ihrer Modernität weiterentwickelt, gilt es, gerade solche Traditionen wie die Goldhaube nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Sie zeugt von Kultur und österreichischer Geschichte, die durch die Gemeinschaft, die hinter diesen Werten steht, weitergetragen wird. Wir als Goldhaubengruppe von Waldneukirchen leben Tradition.


Namen v.l.n.r.: Inge Göschl. Hermine Angerbauer, Eva Kaplan, Gabi Klinglmayr
